Wünsche ans Universum – und an die Herren Blankfein und Ackermann
Geschrieben von Jens Veit Günther in Finanz Skandal, Tags: Dollar, Geld, Gold, Krise, SachwertLiebes Universum – mach es, daß diese Banker Demut lernen! Ich meine damit nicht die Bankangestellten, die ihre Arbeit mehr oder weniger gut erledigen. Natürlich könnten auch diese mehr über ihre Arbeit nachdenken. Vielleicht tun sie es auch und schämen sich gelegentlich, sofern sie direkt an betrügerischen Handlungen an Kunden beteiligt waren und noch sind.
Ich meine die Top-Banker. Z.B. Herrn Blankfein, den feinen Oberturner von Goldman Sachs, der tatsächlich öffentlich verlautbarte, er täte “Gottes Werk”! Ja, genau das sagte er. Diese Aussage erinnert mich stark an “1984″ von George Orwell. Dort wird jede Aussage genau mit dem Gegenteil bezeichnet. Krieg wird als Frieden benannt, die Repressionsinstitution ähnlich der Gestapo heißt Ministerium für Liebe. Herr Blankfeins “Gottes Werk” ist ausschließlich “cash in seine tash” und in die Taschen seiner Komplizen.
Nein, ich bin nicht neidisch auf das Durchschnittsjahresgehalt eines Goldman Sachs Bankers, das 700.000 US-Dollar beträgt. Ja, Sie lesen richtig! Siebenhunderttausend! Das ist krank! Liebes Universum heile bitte diese Krankheit. Heile bitte diese verirrten Menschen! Zumal diese durch nichts gerechtfertigten hohen Zahlungen von jemand anderes in der realen Wirtschaft erarbeitet werden müssen. In der Regel knuffen dafür Millionen Menschen weltweit für Hungerlöhne.
Diese Zocker haben die Krisen der letzten Zeit verursacht und streichen Milliarden an Boni-Zahlungen ein! Die Staaten und damit die Bürger dieser Staaten werden die Zeche für die Unverfrorenheit zahlen, mit höheren Steuern, mit zusätzlichen Beiträgen in die Sozialversicherungssysteme und mit Leistungs- und Wohlstandsabbau usw. und möglicherweise sogar mit noch Schlimmerem.
Und nun stellt sich Herr Ackermann in Davos hin und fordert die Öffentlichkeit auf, mit der Bankenschelte aufzuhören. Man hätte doch schon so viel getan. Und außerdem könne diese Schelte der gesamten Wirtschaft schaden oder die Effizienz der Märkte leiden.
Dreister geht´s nimmer! Mittlerweile wird das auch in der realen Wirtschaft tätigen Unternehmern zu bunt. Der Vorstand von Bosch, Franz Fehrenbach laut Financial Times Deutschland: ”Es ist für mich unfassbar, wie einige internationale Spitzenbanker mehr für ihre üppigen Bonuszahlungen kämpfen als für die überfällige Neuausrichtung ihres Geschäfts”, wettert er vor Unternehmern im schwäbischen Reutlingen.
(Anmerkung: warum eigentlich “wettert”??? – kann es sein, daß die beiden Journalisten ein wenig tendenziös berichten? – mit Sprache wird ja so einiges gemacht, wie ich in einem nächsten Artikel zeigen werde.)
Schon am Vortag hatte er in kleinerer Runde gedroht, die Verbindung mit Banken zu kappen, die übertriebene Erfolgsgelder an ihre Spitzenmanager zahlen. Die Drohung hatte Bosch schon im Voraus wahr gemacht. Mit einem Geldhaus wird der Konzern keine Geschäfte mehr machen.”
Aber warum sind diese Banker so dreist? Vielleicht, weil dieses Handeln toleriert und durch Nichtstun unterstützt wird. Von wem? Von den Politikern? Nein, die meine ich nicht. Von den Politikern erwarte ich sehr, sehr wenig. Von den Menschen, von denen jeder fast täglich mit Banken und Geld zu tun hat!
Zugegeben, Bosch ist in einer vergleichsweise günstigen Position. Dort benötigt man die Banken eher zum Zahlungsverkehr als für Kreditaufnahme. Trotzdem, nur durch eigenes Handeln kann man solchem Treiben Einhalt gebieten.
Und vor allem kann und muß man sein Spar-Geld vom Spieltisch der Banken nehmen, wenn sich etwas ändern soll! Das ist im übrigen gar nicht so schwer. Und in der Regel auch noch profitabler und sicherer als bei den Banken. Gerne zeige ich Ihnen, warum das so ist und wie das geht. Rufen Sie mich doch einfach mal an: 033439/18334 oder schicken mir eine Mail.







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Hallo Jens,
den Artikel finde ich wunderbar geschrieben – und so wahr. Doch solange keiner wirklich aufsteht (wie 1989 unsere Bürger im ehemaligen Osten von Deutschland) wird sich nichts ändern. Frei nach dem Motto: “Wasch mich doch mach mir den Pelz nicht naß”.
Viele Grüße
Danke für Deinen Kommentar, Evelyn. Leider sind viele Menschen zu sehr mit ihrem Alltagsleben ausgefüllt – oder glauben es zu sein – und interessieren sich wenig für diese Dinge. Wenn es sie dann irgendwann selbst betrifft, waren dann die anderen schuld…