Artikel zum Thema “Weltwirtschaftskrise”

Sicher haben Sie als mein Blogleser oder meine Blogleserin längst bemerkt, daß ich wenig für Spekulationen übrig habe. Deshalb befürworte ich diese Transaktionssteuer und bitte Sie, sich ebenfalls dafür einzusetzen. Auch wenn ich für weitergehende Änderungen des Geldsystems bin, siehe auch in der Seitenleiste Monetative.de, wäre das ein erster Schritt in die richtige Richtung.

In diesem Video wird recht anschaulich gezeigt, um welche Größenordnungen es geht. Größenordnungen, die wir uns nicht wirklich richtig vorstellen können, und die das Leben auf unserem Planeten ernsthaft gefährden. Der amerikanische Groß-Investor Warren Buffet sprach bei vielen dieser spekulativen Operationen von Massenvernichtungswaffen.

 

 

Ich unterstütze den Aufruf der Kampagne „Steuer gegen Armut“ und schließe mich dabei der Begründung der Erstunterzeichner an:

Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen und dafür einzutreten, dass sie auch von anderen Ländern umgesetzt wird. Die Finanztransaktionssteuer ist nicht nur ein Beitrag zu mehr Stabilität auf den Finanzmärkten, sondern generiert auch finanzielle Mittel, die für die globale Armutsbekämpfung verwendet werden können. Wir begründen unsere Forderung wie folgt:

Mehrfach seit Anfang der 1970er Jahre war Spekulation bereits Mit-Ursache von Finanz- und Bankenkrisen. Spekulation war auch mitverantwortlich für die globale Nahrungsmittel- und Rohstoffkrise 2008 sowie die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise. Weitere Ursachen für die genannten Krisen sind u.a. die zunehmende Komplexität der Finanzprodukte und die Geschwindigkeit, mit der Finanztransaktionen heutzutage abgewickelt werden.

Die Folgen der Krisen sind weltweit sehr ungleich verteilt. Zwar leiden auch reiche Staaten darunter. Doch sie können Milliarden US$ aufwenden, um die Krisenfolgen aufzufangen. Die meisten Entwicklungsländer hingegen leiden unter Einbrüchen bei ausländischen Direktinvestitionen, im Export, Rohstoffverkauf und Tourismus, bei Rücküberweisungen von Migranten und der Entwicklungshilfe. All dies gefährdet den Zeitplan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele.

 

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Für diese beiden Problemfelder gibt es aber ein geeignetes Mittel: Eine Finanztransaktionssteuer, die über die von James Tobin 1972 vorgeschlagene Devisentransaktionssteuer hinausgeht und alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen einbezieht. Eine solche Steuer kann EU- und weltweit umgesetzt werden. Bis dies der Fall ist, sollen auf nationaler Ebene vorbereitende Schritte unternommen werden, z.B. unterstützende parlamentarische Entschließungen oder die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Eine Finanztransaktionssteuer hätte aus unserer Sicht etwa folgende Vorteile:

* Finanztransaktionen werden entschleunigt und so die (Selbst-)Kontrolle über das Geschehen an den Finanzmärkten verbessert.

* Die Finanztransaktionssteuer ist einfach umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt. Sie betrifft alle Marktteilnehmer in ähnlicher Weise, da alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen der Steuer unterliegen.

* Die Steuer macht kurzfristige Spekulationen unrentabler. Mittel- und langfristige Investitionen werden, aufgrund eines niedrigen Steuersatzes zwischen 0,1 und 0,01%, nicht behindert.

* Die Finanztransaktionssteuer ist kein Allheilmittel. Sie kann aber mit dazu beitragen, dass globale Krisen zukünftig weniger häufig auftreten und weniger heftig verlaufen.

Die Einführung einer solchen Steuer wäre an sich schon ein Erfolg, weil alle Länder von einer stabileren Weltfinanz- und Wirtschaftsordnung profitieren. Darüber hinaus würde die Steuer gleichzeitig national ein- bis zweistellige, global aber dreistellige Milliardenbeträge generieren, die zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele sowie anderer Maßnahmen zur Entwicklung und Armutsbekämpfung verwendet werden können.

National und international findet die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer zunehmendes Gehör. Auf dem Gipfel der G20-Staaten in Pittsburgh Ende September wurden sowohl die Ursachen als auch die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise als zentrale Herausforderungen des gemeinsamen politischen Handelns betont. Im Vorfeld der Bundestagswahl haben sich die Bundeskanzlerin und fast alle Parteien befürwortend zur Einführung einer solchen Steuer geäußert.

Wir hoffen, dass es sich dabei nicht bloß um Wahlkampftaktik gehandelt hat, denn auch wir erachten es als wichtig, dass die Finanztransaktionssteuer, neben anderen Maßnahmen, auf die Reformagenda des globalen Finanzsystems gehört. Zugleich wollen wir sicherstellen, dass der Finanzsektor zur Bewältigung der Krisenfolgen beiträgt und so generierte Gelder nicht nur den Haushalten reicher Staaten zufließen.

 

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Sind Sie, bist Du vorbereitet auf 2010? Mein letzter Artikel in diesem Jahr beschäftigt sich mit einem Ausblick auf das kommende Jahr beginnend mit einem guten Kommentar dazu von Bill Bonner.

Vorbereitet auf eine außergewöhnliche Korrektur

Liebe Leser,

Der Goldpreis ist vor Weihnachten immer wieder eingebrochen und hat bei unter 1.100 Dollar geschlossen. Ich habe mit einer Korrektur am Goldmarkt gerechnet. Aber ich dachte, dass sie parallel zu einer Korrektur am Aktienmarkt erfolgen würde. Aber die Aktien des Dow sind in der gleichen Zeit nach oben geklettert.

Ich halte das für eine Warnung. Da geht etwas vor sich, das ich nicht verstehe. Um genau zu sein, geht da so einiges vor sich, das ich nicht verstehe.

Aber das allgemeine Bild ergibt normalerweise noch Sinn. Auf den Boom folgt die Krise. Und wie die geschätzten Leser wissen, entspricht die Kraft der Korrektur der Kraft der ihr vorangehenden Täuschung mit umgekehrtem Vorzeichen. Die Täuschungen aus der Ära der Blasen waren außergewöhnlich, die Korrektur sollte daher auch aus dem Rahmen fallen – selbst unter den besten Umständen.

Aber wir haben es nicht mit den besten Umständen zu tun. Denn es passiert auch einiges mehr…

Ereignisse, um die man sich kümmern muss.

Die Vereinigten Staaten Lesen Sie weiter »

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