Artikel zum Thema “Ressourcen”

Das Endspiel hat begonnen… nein nicht das der Frauen-Fußball-WM. Das hat noch ein paar Tage Zeit. Das Spiel geht um die knapper werdenden Ressourcen, u.a. um Erdöl.

Die IEA (Internationale Energie-Agentur) hat sich auf Drängen der US-Regierung entschlossen, Ölreserven ihrer 28 Mitgliedsstaaten freizugeben, um den Engpass in der Versorgung des Bedarfs, vor allem in den USA, zu beenden: 60 Mio. Fass Rohöl sollen in den kommenden 30 Tagen aus den Beständen der Mitgliedsstaaten verkauft werden, um den Wegfall der libyschen Produktion zu ersetzen.

Die OPEC-Mitgliedsstaaten hatten sich nicht durch Saudi-Arabien umstimmen lassen, ihre Produktion zu erhöhen. Die IEA-Aktion, als Reaktion auf den OPEC-Beschluss, ist als Signal im Markt sehr stark aufgenommen worden: Die Rohölpreise reagierten mit einem Rückgang von ca. 5 % (welchen jedoch die Märkte innerhalb weniger Tage schon wieder fast ausgeglichen haben). Wie weit diese Maßnahme sinnvoll ist, ist unter Experten durchaus umstritten (siehe FR Online).

Was lässt sich daraus schließen? Zumindest, dass Saudi-Arabien seine Ankündigung, notfalls allein die Produktion zu erhöhen, offensichtlich nicht umsetzen kann oder will. Das ist insoweit nicht überraschend, als viele Experten bezweifeln, dass Saudi-Arabien über die Tagesproduktion von ca. 9 Mio. Barrel hinaus tatsächlich noch nennenswerte freie Kapazitäten zur Erhöhung hat. Und diejenigen der Mitgliedsstaaten der OPEC, die ihre Kapazitäten noch erhöhen könnten, wollen es offensichtlich schlicht nicht. Warum auch, wenn man durch den hohen Ölpreis seine Staatsfinanzen wesentlich schneller sanieren kann.

Der Schritt der IEA zeigt natürlich auch, dass die Ressourcen weltweit immer knapper werden und die Einflussmöglichkeiten der Welt auf die lieferfähigen Staaten sehr gering sind. Der positive Effekt an der Preisfront ist dabei durchaus trügerisch: 60 Mio. Barrel klingt gewaltig, ist aber nur der Bedarf, der auf der Welt in knapp 17 Stunden verbraucht wird. Zum Vergleich: Deutschland verfügt über 183 Mio. Fass Reserven, zum Teil in Benzin und Diesel. Wir könnten also den globalen Bedarf nur für 2 Tage auffangen. Und natürlich ist es auch absolut unrealistisch anzunehmen, dass die Mitgliedsstatten eine solche Aktion über eine längere Zeit durchführen könnten, da es für die Versorgungssicherheit ihrer eigenen Wirtschaft viel zu gefährlich wäre.

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Weil das Land an sich schon Gründe genug bietet, sich im zweitgrößten Flächenstaat der Erde mit dem höchsten Pro-Kopf-Ressourcenreichtum der Welt zu engagieren. Kanada hat nämlich nicht nur die zweitgrößten Reserven an Erdöl, es ist auch gesegnet mit riesigen Gasreserven, die angesichts der Fukushima-Katastrophe und der damit verbundenen Ernüchterung hinsichtlich des möglichen Ausbaus von Nuklearenergie als Ausgleich für schwindende Vorräte fossiler Energieträger immer wichtiger werden.

Analysten erwarten daher auch eine steigende Nachfrage nach Gas. Bisher ist der Preis für Erdgas nicht so stark angestiegen wie der Ölpreis. Das dürfte sich in Zukunft ändern: in den nächsten Jahren erwarten die Gasförderer eine Verdoppelung des Preises, das wäre – prozentual gesehen – sogar mehr als für Erdöl.

Und nicht nur das – Kanada hat eigentlich alles im Überfluß, was der Rest der Welt dringend braucht – und dazu noch eine der modernsten Wirtschaft-strukturen, eine überdurchschnittlich junge Bevölkerung, höchsten Ausbildungsstand und politische Stabilität. Aber sehen Sie selbst – hier (Info Kanada) sind die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

In einem aktuellen Interview der Finanzzeitschrift cash mit Monika Galba, der Geschäftsführerin von POC, erfahren Sie mehr über die Aussichten mit diesem Berliner Initiator.

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